• Hallo - ab sofort gibt es hier eine neue Forensoftware - und die Registrierung klappt auch wieder. Die Installation ist frisch - daher seht mir nach, wenn noch nicht alles funktioniert und vielleicht manches noch fehlt. Das wird noch :) Gruß Markus Admin

Leistungsmessung / -überwachung mit Kreuzzeiger- Instrument

  • Ersteller Gelöschtes Mitglied 5481
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Gelöschtes Mitglied 5481

Guest
Hallo zusammen,

zwischen Funkgerät und Antennenumschalter habe ich ein Maas RX-20 eingeschleift, welches also permanent mitläuft. Ich habe nach Änderungen an der Antennenanlage bemerkt, daß sich der angezeigte Wert für die Leistung ebenfalls geringfügig ändert (ohne das man am Funkgerät etwas verstellt hätte). Das kann ich mir noch einigermaßen erklären.
Nun ist es aber in der Betriebsart SSB so, daß bei Funkgerät 1 so 10 ...12W in den Spitzen angezeigt werden (meiner Ansicht nach i.O.); bei Funkgerät 2 gerade man so die Hälfte davon!!!
Beide Funkgeräte waren vor kurzem erst auf den Meßplatz; in der Betriebsart FM ist alles paletti.

???

73; Jens
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Normalerweise bin ich immer skeptisch bei einfachen SWR und Power Metern .
Das RX 20 hab ich mal mit genaueren Messgeräten verglichen,nur geringe Abweichung!
Also kann man das schon ausschliessen.

Dann würde ich mal in dem Antennenumschalter reinschaun.ob es Kontaktprobleme gibt.
Hoffentlich nicht so was Billiges von Zetaki mit Drucktaster,damit hatte ich auch Ärger.
Verbindungskabel zum Gerät was weniger Leistung anzeigt wird in Ordnung sein das es auf FM ja richtig anzeigt.

Könnte ja auch was ganz Banales sein.
Vielleicht ist einfach die Batterie in dem Mike vom 2 Gerät leer,
dann wird auf SSB nicht der volle Ausschlag erreicht.
Seitdem ich eine Zahnlücke habe bringt mein SSB Gerät auch weniger Leistung;-)

Ps.
Besser ist es immer bei SSB,wenn man PEP Messung machen kann.

Walter
 
G

Gelöschtes Mitglied 5481

Guest
Hallo Walter,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe die Funkgeräte nicht gleichzeitig angeschlossen, d.h. der Sendezweig ist jeweils der gleiche. Der Antennennumschalter scheidet ja damit aus. Es ist ein DAIWA CS-201 und meines Erachtens i.O.
An der Jackson II (das "schwächere" Gerät) hängt ein Motorola- Mike, welches seine Spannung aus dem Funkgerät bezieht. An der AE5890 habe ich ein Astatic 575-M6- die geht mit vollem Dampf raus.

73; Jens
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Der Antennenumschalter ist schonmal top!!
AE5890 schon neue Version mit Kompressor.??
Dann schalte diesen mal ab und vergleiche nochmal.
Mikrofone kannst nicht mal tauschen???

Ist immer ein Problem mit der Leistungs Messung auf SSB.
Meist wird dafür "Zweitonsignal" verwendet.
Das sind 2 unabhängige Signale.
Im Modulator addieren sich die Werte von Signal 1 und Signal 2.
Das ergibt doppelte Scheitelwerte das Nf-Signals.

Und weil P= U Quadrat /R ergibt sich die 4-fache Leistung.

Also reinpfeifen bleibt 1-Ton, also P/4, also nur ein Viertel.

Dein Messgerät arbeitet richtig und zeigt denn auch richtig an.

In Ermangelung eines Zweitongenerators geht auch eine Tonsignalquelle mit einem Gesprächssignal,
wird aber dann kein genauer Wert.

Das mit der Leistung ist auch der Grund warum CB-Funkgeräte in SSB 12 Watt statt der sonst üblichen 4 Watt haben.


2ton.jpg

Das wär eine mögliche Signalquelle für so einen Test. ;-)

Walter
 

Anhänge

13HN516

Active member
Hallo Kleinbauer
eventuell hat das andere Funkgerät in SSB troz Messplatz nicht die selbe Leistung, oder aber es liegt an dem angeschlossen Mike, dessen Pegel am Eingang des Funkgerät nicht ganz ausreicht.
Du weißt ja das sich in SSB abhängig von der Lautstärke die Leistung Verändert, da du keinen Kontinuierlichen Träger, sondern nur das Seitenband hast bei sehr Lauten Signalen eine höhere Leistung als bei Leisen oder fast keine gleich null Signal.

73&55 Peter
 

13HN516

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Hallo Walter Super erklärt und auch die Darstellung mit den Oszilloskop Bilder

73&55 Peter
 
G

Gelöschtes Mitglied 5481

Guest
Guten Morgen zusammen,
hatte gestern noch eine kleine Email- Konversation mit Jörn in HH . Mein kurzes Fazit:
1. Wer mißt, mißt Mist!
2. Äpfel sollte man nicht mit Birnen vergleichen (und Pferdeäpfel mit Glühbirnen erst recht nicht)
=;o))

Walter lag mit dem Verweis auf die Meßmethode und dem "Kompressor abschalten" schon richtig (ich weiß vor Schreck gar nicht, ob meine AE einen Dynamikkompressor hat …). Auf jeden Fall hat sie eine andere (höhere) Mikrofonempfindlichkeit als die Jackson. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Mikes.
Da das Kreuzzeigerinstrument viel zu träge ist, bildet es aus den vielen kurzen Peaks des SSB- Signals quasi einen Effektiv- bzw. Mittelwert. Und weil die Albrecht und die President entsprechend unterschiedliche "Rohdaten" liefern, wird halt derart Unplausibles angezeigt.

Wieder was gelernt ...

73; Jens
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Ja,ja der Jörn.....
Da bekommst immer eine vernünftige Antwort.
Glaube er liest hier ab und zu mit(wenn er mal Zeit hat,was selten ist)

Ist schon ein Kreuz mit der Messerei....
Hab auch schon genug Kopfkratzen hinter mir;-)

Walter
 
G

Gelöschtes Mitglied 5481

Guest
Moin Walter,
der größte Mist dabei ist jedoch, daß es (zumindest unter den legalen Funkgeräten) keines zu geben scheint, welches sowohl in FM als auch in SSB einen gleichermaßen ordentliche Modulation zu Wege bringt. Und "out of the box" schon gleich gar nicht ...

73; Jens
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Kommt immer darauf an wie man "Modulation" definiert.
Meine kleine AE 6110 hat trotz der Regularien mit dem O Mike eine verständliche Modulation...

Aber stimmt viele Geräte hören sich in FM aus der Box grausam an.
Beschnitten,wie ein kastriertes Masthähnchen;-)
Da hilft auch kein noch so gutes VV Mike,weil dort Begrenzer(Frequenzweichen) aktiv sind.

Walter
 

13HN516

Active member
Kommt immer darauf an wie man "Modulation" definiert.
Meine kleine AE 6110 hat trotz der Regularien mit dem O Mike eine verständliche Modulation...

Aber stimmt viele Geräte hören sich in FM aus der Box grausam an.
Beschnitten,wie ein kastriertes Masthähnchen;-)
Da hilft auch kein noch so gutes VV Mike,weil dort Begrenzer(Frequenzweichen) aktiv sind.

Walter
Hallo
Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen das die AE6110 schon ein optimales Mike besitzt. Im Prinzip haben die O Mike bei Albrecht immer gut gespielt, kann mich nicht beklagen.
V Mike benutzte ich wenig an meinen zahlreichen Funkgeräte die ich in den 33 Jahren hatte, ob mit oder ohne hatte trotzdem immer zufriedene Raporte.
Das ist aber auch dem jenigen guten Techniker Fachhändler zu verdanken der das Funkgerät nochmal überprüft und gegebenfalls nochmals einen Abgleich vornimmt.
73&55 Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Das ist aber auch dem jenigen guten Techniker Fachhändler zu verdanken der das Funkgerät nochmal überprüft und gegebenfalls nochmals einen Abgleich vornimmt.
73&55 Peter
Ist aber nicht immer so einfach das innerhalb der "Regularien" zur Zufriedenheit des Kunden hinzubekommen.
Mit Abgleich(FM Hub anpassen) ist das schwierig.
Dazu ist meist noch was SMD Gefummel nötig....

Walter
 

13HN516

Active member
Ist aber nicht immer so einfach das innerhalb der "Regularien" zur Zufriedenheit des Kunden hinzubekommen.
Mit Abgleich(FM Hub anpassen) ist das schwierig.
Dazu ist meist noch was SMD Gefummel nötig....

Walter
Hallo Walter ja da hast du Recht, habe aber schon sehr oft erlebt das Geräte aus der Packung 3,5 Watt hatten und der Hub unter der Norm lag, man musste nur innerhalb der Vorschriften etwas nachbesserte.
Was SMD angeht vor 30 Jahren war das natürlich alles noch etwas einfacher für den Fachhandel, denke aber heute auch kein Problem mit dem richtigen Abgleichbesteck.

73&55 Peter
 

Bernhard

Member
Moin!

Die Frage ist, ob von manchen Händlern, Herstellern und Funkdoktoren nicht auch mal ein "Angstabgleich" vorgenommen wird.
Welche Toleranzen haben deren Messgeräte, sind sie geeicht?

Es gab mal ein Verfahren gegen einen Funker, bei dem ein Sachverständiger der Behörde geladen war.
Der Anwalt fragte ihn, ob denn die Messinstrumente des Funkmessdienstes aktuell noch geeicht gewesen waren.
Dies konnte der Sachverständige nicht bestätigen.

Das Verfahren wurde also eingestellt.

Warum "eingestellt"?

Weil bei einem Freispruch die Justiz die Anwaltskosten des Beschuldigten hätte tragen müssen ... .

73 - Bernhard.
 

13HN516

Active member
Moin!

Die Frage ist, ob von manchen Händlern, Herstellern und Funkdoktoren nicht auch mal ein "Angstabgleich" vorgenommen wird.
Welche Toleranzen haben deren Messgeräte, sind sie geeicht?

Es gab mal ein Verfahren gegen einen Funker, bei dem ein Sachverständiger der Behörde geladen war.
Der Anwalt fragte ihn, ob denn die Messinstrumente des Funkmessdienstes aktuell noch geeicht gewesen waren.
Dies konnte der Sachverständige nicht bestätigen.

Das Verfahren wurde also eingestellt.

Warum "eingestellt"?

Weil bei einem Freispruch die Justiz die Anwaltskosten des Beschuldigten hätte tragen müssen ... .

73 - Bernhard.
Hallo
ob es eher der Angstabgleich ist, darüber habe ich moch garnicht nachgedacht, wobei ja das Original Siegel bei Neugeräte drauf ist, Haftung Hersteller und nach dem Abgleich des Neugerät, durch den Händler dessen eigenes drüber.geklebt wird. Haftung Händler.
Vielleicht sagt ja Markus was dazu wie das so ist,. Siegel wahren mir hört sich vielleicht blöde an, immer wichtig falls Störungen auftreten um nachzuweisen man .hat nicht drin herum geschraubt. In den 80 gern war das nicht etwas Restriktiver, wobei auch heute natürlich noch von der Bnetza gemessen wird Bei der Reperatur hatte ich mal eine XF 4012 welche ich gebraucht gekauft hatte über private Kleinanzeigen oje zum Glück wurde der Abgleich beim Funk Doc gemacht Ausgangszustand war 800 Herz neben der Frequenz Hub 5 kHz .usw.

Abgleich in Norm Siegel damals Höko Elektronik Mannheim (gibt es seit 14 Jahren nicht mehr)
73&55 Peter
 

Bernhard

Member
Hallo Waldfee!
Darüber habe ich auch nachgedacht - "dagegen vorgehen".
Obwohl es mich nicht betraf und die Sache zig Jahre zurücklag (war damals noch keine OWiG-Sache), habe ich bei Gelegenheit mal mit unserem Hausanwalt darüber gesprochen.

Der sagte mir sinngemäß, das es äußerst schwierig sei, dagegen vorzugehen. Es sei meistens Sinnlos und kostet nur Geld.
Eine Wiederaufnahme des Verfahrens scheidet aus, da juristisch belastbare Beweise nicht mehr erbracht werden können.
Im Übrigen sei es schon lange Usus, Verfahren aus Kostengründen einzustellen - wenn es aufgrund der Sachlage gegeben erscheint.
Die meisten Beschuldigten werden wohl auch mit einer Einstellung zufrieden sein.

Gruß, Bernhard.
 
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